Ein großes Design System scheitert selten an der Anzahl der Komponenten. Es scheitert daran, dass niemand mehr weiß, welche Komponente noch relevant ist und welche nur historische Last ist.
Erst Nutzung, dann Meinung
Der Audit startet nicht mit Screenshots. Er startet mit Nutzung: Welche Komponenten sind produktiv im Einsatz, welche Varianten werden nie verwendet, wo werden Styles lokal überschrieben?
Danach kommt die Token-Schicht. Wenn eine Komponente visuell aus dem System fällt, liegt das oft nicht an der Komponente selbst, sondern an fehlenden semantischen Tokens.
Das Ergebnis ist keine lange Mängelliste. Ein guter Audit endet mit einer priorisierten Reparaturspur: löschen, zusammenführen, tokenisieren oder gezielt neu bauen.



